Mittwoch, 3. Juni 2015

Granada - die Schöne am Nicaraguasee

Der Aufenthalt in Las Peñitas hatte mich optimal auf das vorbereitet, was auf mich in Granada wartete. Damit meine ich vor allem die Hitze. Selten zuvor während meiner bisherigen Reise hatte ich so oft das Gefühl, Schattenplätze aufs Extremste auskosten zu müssen. Andernfalls erfreute ich mich zutiefst an der Schönheit dieser Kolonialstadt, über die oft gesagt wird, sie sei neben Antigua in Guatemala die schönste Kolonialstadt Zentralamerikas. 
Zunächst aber musste ich mit dem Chickenbus zurück nach León. Auf der Fahrt lernte ich Leni und Claudia, zwei sehr attraktive und super sympathische Bayerinnen, kennen. Zusammen hatten sie nach einem mehrwöchigen Aufenthalt in Australien anschließend mit ihrer eigentlichen Weltreise begonnen. Nach Thailand, Malaysia, Singapur, den Fidschi-Inseln und den USA war jetzt eben Zentralamerika an der Reihe. Nach dem Austieg an der Endhaltestelle des Buses nahmen wir uns noch gemeinsam ein Taxi, verabschiedeten uns allerdings kurz danach. Für die beiden ging es noch in den Norden von Nicaragua während ich mich in den Bus zur Hauptstadt Managua setze um anschließend nach Granada zu gelangen. 
In Granada angekommen suchte ich erstmal schweißtropfend mein Hostel, was ich mir übers Internet am Vorabend rausgesucht hatte. Ich kann nicht sagen wie lange dies dauerte, aber meinem schweißnassen T-Shirt nach zu urteilen, muss es lange gewesen sein. An einem der Straßenstände gegenüber der Kathedrale, der Iglesia San Fransisco, dem Wahrzeichen Granadas, trank ich erstmal einen Liter Wasser und fragte wiederholt wie ich zu meinem Hostel kommen könnte. Dann endlich bekam ich die richtige Auskunft und diese war auch noch positiv. "Einfach rechts neben der Kathedrale die Straße rein und ein Block weiter auf der linken Seite", so selbtverständlich klangen die Worte des Standverkäufers. Noch mehr als über den noch kurzen zu bewältigen Weg, freute ich mich kurz darauf hechelnd auf die freie Dusche im Hostel. Anschließend ging ich dann wieder zur Kathedrale. Der Blick vom Kirchtum aus war herrlich, aber als ich wenige Minuten später auf dem Kirchturm der weiter stadtauswärts gelegenen Iglesia de la Merced stand, bot sich eine atemberaubende Aussicht auf die braunen Ziegeldächer von Granada, der Kathedrale und weiter hinter sah man sogar den Nicaraguasee, dem größten See in Zentralamerika. 


Für den zweiten Tag in Granada nahm ich mir vor mal wieder etwas aktiver zu werden und buchte zwei Touren. Zunächst verschaffte ich mir einen ordentlich Stoß Adrenalin bei einer Canopy-Tour. Die Anlage war ca. 3 km von der Innenstadt von Granada entfernt.
Die ersten beiden Seilstrecken waren erstmal zur Eingewöhnung. An der dritten Platform sicherte mich José, der Guide der Canopy-Anlage für die nächste Seilstrecke mit den Worten "Und jetzt wirst du Superman." Er schob mich nach vorne, sicherte sich selbst hinter mich und hielt anschließend meine Beine fest. "Und jetzt streck die Arme aus und flieg!" Mit diesen letzten Worten von José bei denen mir fast das Herz in die Hose rutschte, sausten wir die nächste Seilstrecke vorbei an den Urwaldbäumen bis wir ein paar Sekunden später die nächste Platform erreichten. In den insgesamt ein und halb Stunden, bei denen mir José noch weitere Flugfiguren beibrachte, hatte ich extrem viel Spaß. 


Die zweite Tour des Tages ging zu Las Isletas. Eine dreistündige Bootstour zu den kleinen vorgelagerten Inseln von Granada auf dem Nicaraguasee. Interessant fand ich die Erzählungen von Juan, dem Guide der mich und noch ein paar andere Traveller auf dieser Tour begleitete. "All diese Inseln sind vor vielen vielen Jahren enstanden als der Mombacho (Vulkan bei Granada) ausbrach. Insgesamt handelt es sich um über 400 Inseln, von den einige im Besitz von reichen Gringos sind." 


Am Tag drauf entspannte ich zunächst im Hostel und dachte schon über mein nächstes Ziel, der Isla Ometepe, nach. Ich kontaktierte über Facebook Eugene, den Neuseeländer, mit dem ich ein paar Tage zuvor die Volcano-Boading-Tour von León aus gemachte hatte. Als ich in fragte wo er denn gerade sei, teilte er mir zu meiner Freude mit, dass er gerade nach Granada zurück gekehrt sei, nachdem er ein paar schöne Tage auf der Isla Ometepe verbracht hatte. Als wir abends zusammen die Calle Calzada,  Granadas Touri-Meile, entlang schlenderten, traute ich auf einmal meinen Augen nicht. Ich erblickte, an einer Smoothie-Bar sitzend, Leni und Claudia. Ich freute mich sehr, dass wir uns wieder getroffen hatten und sie taten es ebenso. Kurz nachdem ich sie Eugene vorgestellt hatte, gingen wir alle gemeinsam zu einer der Bars auf der Calle Calzada. Bei einem kühlen Getränk unterhielten wir uns über Gott und die Welt, vor allen Dingen aber über das was das Reisen mit uns machst. 
Eugene fuhr am nächsten Tag nach Managua zum Flughafen um von dort aus auf die Corn Islands, dem Strandparadies auf der Karibikseite Nicaraguas, zu fliegen. Ich hatte kurzweise sogar noch drüber nachgedacht ihn zu begleiten, doch schlussendlich entschloss ich mich dagegen. Ich hatte mich bereits für ein anderes Paradies entschlossen, mit dem ich mich bald auch aus Zentralamerika verabschieden werde. Doch bis dahin ist ja noch ein wenig Zeit. 

Montag, 25. Mai 2015

León - Kolonialstädtchen mit Herz

Eine 18-stündige Reise im Minivan-Shuttle bedeutete zugleich mein Abschied aus Guatemala. Ich verbrachte nochmal 3 Tage bei Angie und Giallo in Antigua. Am letzten Abend war mal wieder kräftiges und langes Feiern angesagt. Mir war es sehr recht. So konnte ich Antigua so in Erinnerung behalten, wie ich es kennen gelernt hatte. Außerdem startete der Minivan-Shuttle bereits um drei Uhr morgens und so war sicher gestellt, dass ich ausgiebig schlafen würde. Lediglich eine längere Pause auf der Hälfte der Strecke sowie die drei Grenzübergänge Guatemala-El Salvador, El Salvador-Honduras und Honduras-Nicaragua sorgten bei mir für zwischenzeitliches Erwachen. 
Mein erstes Ziel in Nicaragua sollte das Kolonialstädtchen León werden. Hier geht es weitaus weniger touristisch zu als beispielsweise in Antigua. Dennoch wurde mir schnell klar, warum León ein Anziehungspunkt für so viele Reisende ist. Es sind nicht die verfallenen Kolonialbauten wie beispielsweise die zahlreichen Kirchen. Vielmehr ist es die Tatsache, das León eine sehr politische Stadt ist und außerdem in der Geschichte von Nicaragua eine große Rolle spielte. Die Einwohner äußern gerne offen und direkt ihre eigene politische Meinung, was in einem Land mit links orientierter (sozialistisch geprägter) Regierung eher untypisch ist. 


Am Tag nach der Ankunft traf ich auf dem Parque Central direkt vor der Kathedrale Eugene, einem jung gebliebenen Neuseeländer, der am Vortag im selben Minivan wie ich nach León reiste. Wir buchten zusammen für den Folgetag eine Volcano-Boarding Tour. Hierbei hanbelt es sich um eine ca. einstündige auf den Gipfel eines nicht-aktiven Vulkans mit anschließender Abfahrt sitzend (wer sich traut auch gerne stehend) auf einem speziell für den gerölligen Untergrund angefertigten Brett. Für Eugene und mich ging es zusammen mit anderen Travellern am frühen Morgen auf den ca. 1000 m hohen Cerro Negro, eine Stunde von León entfernt. Es war eine tolle Tour, alle aus der Truppe waren super drauf und die Abfahrt auf dem Board machte einen riesen Spaß. 


In meinem Hostel in León lernte ich Leticia aus Frankreich kennen. Zusammen mit ihrer Freundin Julie hatte sie gerade ein vierwöchiges Praktikum in einem Kinderhilfsprojekt iin der Nähe von Managua, der Hauptstadt Nicaraguas, hinter sich gebracht, was als Ergänzung zu deren Krankenschwesterausbildung diente. Julie traf einem Tag nach meiner Vulkantour in León ein. Zu dritt fuhren wir zusammen im Bus zum nahegelegenen Strand Las Peñitas. Dieser Strand erwies sich als der schönste im Pazifik, den ich während meiner bisherigen Reise besucht hatte. Zu dieser Zeit des Jahres waren die Flutverhältnisse so optimal, dass sich direkt vor unserem Hostel eine große Sandbank bildete, umrandet von einem Badeloch, was Wasser aus dem weiter hinten gelegenen Meer bezieht. 


Montag, 18. Mai 2015

El Salvador - eines der angeblich gefährlichsten Länder der Welt

Wie oft passiert es während so einer langen Reise, dass man ursprünglich gedachte Routen nicht einhält. Mir geht es spätestens seit meiner Ankunft in Guatemala so. Je mehr Menschen ich unterwegs kennen lerne, desto mehr komme ich auf neue Ideen und verwerfe vorherige Meinungen. Ein gutes Beispiel dafür ist mein einwöchiger Aufenthalt in El Salvador, dem von der Fläche her kleinsten Land Zentralamerikas. Vor und zu Beginn meiner Reise nannte ich dieses Land immer auf der Liste der Länder, die ich nicht vor hatte zu besuchen. Zu gefährlich, zu viel Gewaltpotential, zu viel Bandenkriminalität ... das ist das, was man so über El Salvador hört und liesst. Mich stimmten zwei Dinge um. Zum einen erfuhr ich von vielen Seiten, dass die Salvadorianer zu den freundlichsten und herzlichsten Völkern Zentralamerikas gehören. Hinzu kam noch, dass Cecilia und Cecilio (das Hotelbesitzerpaar aus Monterrico aus - siehe Ende letztes Kaptitel) mich zu sich nach Hause in San Salvador, der Hauptstadt von El Salvador, einluden. 
Zwischen den Hauptstädten Guatemala-Stadt und San Salvador sind es gerade mal 5 Stunden Fahrt im bequemen Reisebus, inklusive der Wartezeit an der Grenze beider Länder. 
Nach meiner Ankunft holten mich Cecilia und Cecilio vom Busterminal ab und wir fuhren zunächst zu ihnen nach Hause, da Cecilio und ich uns das Champions League Halbfinal-Spiel Juventus Turin - Real Madrid ansehen wollten. Auch am darauf folgenden Tag war Fußball Thema des Tages, nämlich das andere Halbfinale FC Barcelona - FC Bayern München. Das Ergebnis von 3:0 zugunsten der Spanier freute natürlich Cecilio, mich dafür um so weniger. Dann hatte ich aber auch erstmal genug von Fußball. Ich schaute mir zusammen mit Cecilia noch ein wenig das Zentrum der Hauptstadt an. Hier geht es laut und chaotisch zu, andererseits ist es eines der wenigen Bereiche der Stadt, die noch den ursprünglichen Flair haben. 


In den meisten anderen Stadtvierteln überwiegt mittlerweile der Kommerz von amerikanischen Handels- und Fast-Food-Ketten. Es wird für mich immer ein Rätsel bleiben, dass in so vielen Großstädten Lateinamerikas die Konsummöglichkeiten immer größer werden, während der Großteil der Bevölkerung hungert und nie lesen und schreiben lernen wird. In El Salvador kommt hinzu, dass seit nunmehr 11 Jahren der US-Dollar als Landeswährung gilt. Das ergibt überhaupt keinen Sinn und wenn man es genau nimmt ist es sogar komplett widersprüchlich. Die Mara Salvatrucha und die Mara-18, zwei der bekanntesten Jugendgangs Zentralamerikas mit salvadorianischer Mitgliedermehrzahl entstanden in Kalifornien in den 80er Jahren, in der Zeit als in El Salvador Bürgerkrieg herrschte und tausende Salvadorianer in die USA flüchteten. Nach Beendigung des Bürgerkriegs, der von der US-Regierung sogar durch Waffenlieferungen unterstützt wurde, wurden eine Vielzahl der straffällig gewordenen Salvadorianer wieder in ihr Heimatland abgeschoben. Die Gewaltbereitschaft der Mara-Gangs wurde in deren Heimat dadurch nur größer und mittlerweile führen die USA beide Gangs, die sich vor allen untereinander bekriegen, in der schwarzen Liste international krimineller Organisationen. Ich persönlich finde es schade, dass El Salvador durch Negativschlagzeilen in Verruf geraten ist und daher vielende Reisende dem Land fernbleiben. In der Tat ist es ein wunderschönes Land, was einiges zu bieten hat, auch wenn es nicht ganz einfach ist, es als einzelner Backpacker zu bereisen. Bis auf das Transportangebot in die Nachbarländer, gibt es keine Reisebusse, sondern nur die berüchtigten Chickenbuses. 
Nach meinem zweitägigen Aufenthalt in der Hauptstadt, stieg ich in einen dieser Hühnerbusse nach Playa El Tunco an der Pazifikküste. Der dortige Strand ist bezaubernd und bietet beste Bedingungen für Surfer. Leider wurde es auch diesmal nichts mit einem Surf-Anfängerkurs. Knapp eine Woche zuvor hatte hier nämlich ein Mini-Tzunami stattgefunden, weshalb die Küste zum Zeitpunkt meines Aufenthalts noch größtenteils aus kopfgroßen Steinen bestand und somit die Bedingungen für Surfanfänger ungeeignet waren. 


Meine letzte Station in El Salvador war die Ruta de las Flores (Blumenroute) im Nordwesten des Landes. Hierbei handelt es sich um eine 36 km lange Gebirgsstraße. Die bunte Vegetation mit zahlreichen Wasserfällen und Vulkanen im Hintergund wirkte auf mich nicht nur einladend, sondern vor allem überaus friedlich. Von dem Gedanken, es handele sich hierbei um eines der gefährlichsten Länder der Welt, war ich hier weit entfernt. Ich ließ mich in Juayúa nieder, einem der kleinen kolonialen Dörfer entlang der Blumenroute. In meinem Hostel hatte ich das Glück mich mit César, dem jungen Besitzer des Hostels, anzufreunden. Am Muttertagnachmittag, als er und zwei Freunde von ihm sich entschlossen hatten ins 15 km entfernte Ataco zu fahren um sich ein Jazzkonzert anzuhören, lud er mich ein mitzukommen. Selbstverständlich sagte ich zu. Allein schon die Mitfahrt auf der Ladefläche des Pickups von César war es wert. In Ataco erfreute ich mich neben dem Jazzkonzert an dem Anblick der mit Kunst bemalten Häuser. 


An meinem letzten vollen Tag in El Salvador machte ich noch eine Tour durch den umliegenden Urwald, vorbei an mehreren kleinen Wasserfällen. Dies war wahrlich kein Spaziergang und ohne den Guide wäre dies undenkbar gewesen. An einem der Wasserfälle musste ich mich sogar abseilen, wohlgemerkt ohne Sicherung. 



Am Tag drauf fuhr ich über mehrere Umwege zurück nach Guatemala, was geografisch gesehen eigentlich unsinnig war, denn meine Reise sollte ja stets Richtung Süden gehen. Doch es gab in Guatemala-Stadt noch etwas sehr wichtiges für mich zu erledigen, was vorher zeitlich nicht möglich gewesen war. Vor meiner Abreise aus Deutschland hatte ich bei meinen Abschieden Geld gesammelt. Dies wollte ich PROCEDI spenden. Saskia und die Direktorin des Projekts schlugen mir vor, damit einen Ausflug mit den Kindern zu finanzieren. Also ging es zwei Tage nach meiner Rückkehr aus El Salvador mit den Kindern zu einer dem Projekt nahegelegenen Fußballanlage mit Kleinfeldern aus Kunstrasen. Diese wurden für drei Stunden gemietet um ein Turnier zu veranstalten. Die Kinder hatten einen riesen Spaß. Mit dem Geld wurden außerdem Getränke, Essen und Eis eingekauft. Es war auf meiner Reise der bis dahin für mich emotionalste Moment, die Kinder so fröhlich und so viel Spaß habend zu sehen. 


An dieser Stelle möchte ich meinen Freunden und Ex-Kollegen aus München für die Spenden tausend mal danken. Mit eurer Unterstützung habt ihr Kindern einen wundervollen und unvergesslichen Tag bereitet.





Mittwoch, 6. Mai 2015

Ciudad de Guatemala - Besuch bei einer guten Sache

Was hatte ich nicht alles über diese Stadt gehört und gelesen. Dreckich, gefährlich und verkehrstechnisch ein absoluter Supergau - in der Summe waren das die meist genannten Erläuterungen zu Guate, so wie die Hauptstadt Guatemalas von Einheimischen oft genannt wird. "Was um Gottes Willen willst du dort?" Diese Frage wurde mir seit meiner Ankunft in Guatemala oft gestellt, nachdem ich erzählte, dass ein mehrtägiger Besuch von Guate für mich ganz oben auf der Prioliste stehen würde. 
Tatsächlich gab es für mich einen sehr guten Grund diese Stadt aufzusuchen. Meine Exfreundin Saskia war hier über drei Jahre lang Leiterin des Schulsozialprojekts PROCEDI (www.procedi.de). Das Projekt wird u.a. unterstützt durch Patenschaften in Deutschland. Durch diese Hilfe bekommen Kinder, die mit ihren Familien in einem Armenviertel in Guatemala-Stadt wohnen, eine Schulausbildung.
Saskia und ich lernten uns nach ihrer Rückkehr nach Deutschland kennen, als sie für das Projekt ehrenamtlich tätig war. Während unserer Beziehnung äußerte ich mal den Wunsch, ebenfalls PROCEDI durch eine Patenschaft zu unterstützen. So kam es, dass Saskia mir eine Patenschaft vor vier Jahren vermittelte. Für mich bestand nie ein Zweifel, dass ich mit einem kleinen Bruchteil meines Gehalts viel Hilfe bewirken könne, auch nicht nachdem Saskia und ich uns trennten. Mittlerweile ist sie wieder hier her gezogen und unterstützt weiterhin PROCEDI in beratender Funktion. 
Ich freute mich schon seit Tagen auf das was kommen würde, nicht nur mein Patenkind endlich persönlich kennen zu lernen, sondern das Projekt, von dem mir Saskia immer sehr viel erzählt hatte, persönlich besuchen zu können. Am 29. April war es endlich so weit. Saskia holte mich sogar persönlich mit dem Auto in Antigua ab. "Es freut mich dich zu sehen. Du siehst ja sehr erholt aus. Das Langzeitreisen scheint dir ja gut zu tun". Mit diesen Worten begrüßte mich Saskia und kurz darauf fuhren wir dann auch Richtung Guate und hinein in die Zone 18. Während der Fahrt erzählte sie mir wie unterschiedlich die einzelnen Zonen der Stadt sind. Während in Gegenden wie Zone 10, Zone 13 oder Zone 14 viele gutverdienende Menschen leben und man sich dort einigermaßen sicher fühlen kann, ist die Zone 18 mit die unbeliebteste von allen. Hier findet man die meisten Armenviertel und Kriminalität ist hier leider ständig zu Gange. Eines dieser Viertel, wo sich normalerweise kein Reisender hin verlaufen würde, ist Lomas de Santa Faz. Dort befindet sich PROCEDI. 
Die Schule besteht aus drei Stockwerken mit insgesamt 4 Klassenräumen und einem kleinen Schulhof, der auch für den Sportunterricht genutzt wird. Im obersten Stockwerk ist der Speisesaal. Hier bekommen die Kinder Frühstück und Mittagessen, was ebenfalls eine Leistung ist, die durch die Patenschaften finanziert wird. Von hier aus hat man einen Blick auf die Umgebung von Lomas de Santa Faz. Dieses Bild ist wahrlich erschreckend. Menschen wohnen hier in Hütten, die nur durch ein Blechdach abgedeckt sind.


Die Freude der Kinder, wenn Saskia im Projekt ankommt, ist jedesmal riesig. Noch mehr freuen sich die Kinder wenn zusätzlicher Besuch kommt, am meisten wenn sie wissen, dass es sich um Paten aus Deutschland handelt. Mein Patenkind Lisette lernte ich schon kurz nach unserer Ankunft kennen. Im Vergleich zu vielen anderen Kindern aus dem Projekt ist sie eher schüchtern, dennoch merkte man es ihr an wie sehr sie sich freute mich endlich persönlich kennen zu lernen. Bisher kannten wir uns nur von ein paar Briefen und Bildern. 


Ich hatte aber einfach alle Kinder gern. Sie spielten, lachten, sprangen um mich herum, umarmten mich und ließen sich gerne fotografieren. Natürlich stellten sie mir auch sehr viele Fragen. Ob ich Kinder habe, ob ich verheiratet bin, ob mir Guatemala gefiele, wohin ich schon überall gereist wäre, wie der Schnee in Deutschland sei ... sie waren einfach an allem so interessiert. 
Ich verbrachte gerne Zeit im Projekt. Es war ein so unbeschreiblich schönes Gefühl, die Kinder so fröhlich zu sehen, gleichzeitig wissend, dass sie in doch so traurigen Verhältnissen leben.



Während meines Aufenthalts in Guate übernachtete ich bei Markus, einem Deutschen, den ich im Surfcamp El Paredon eine Woche zuvor kennen gelernt hatte und der mit anbot bei ihm zu übernachten. Markus ist seit 4 Monaten hier und arbeitet für ein Investmentunternehmen. Zusammen fuhren wir am Wochenende des 1. Mai wieder an den Strand, diesmal nach Monterrico, dem beliebtesten Wochenendziel für Einwohner aus Guate. Durch das verlängerte Wochenende war es nicht ganz so einfach eine Unterkunft zu finden. Es sollte sich aber herausstellen, dass wir am Ende genau das richtige Hotel gewählt hatten, auch wenn es preislich etwas über meinem Budget lag. Es handelte sich um ein kleines Hotel direkt am Strand namens "Marbella Eco Lodge". Die Besitzer waren ein sehr nettes Ehepaar, die wohl auch durch ihre Vornamen Cecilio und Cecilia zusammen gefunden haben. Cecilia ist aus El Salvador und arbeitete mehrere Jahre in Spanien. Cecilio, ein Spanier aus Bilbao, ist einer dieser Menschen, mit denen man sich stundenlang unterhalten kann und man nicht müde wird. Ich würde ihn mal so beschreiben: Einem Gemisch aus einem Mega-Intellektuell und einer großen Portion Humor, dazu eine Lebens- und Berufserfahrung in Ländern wie Spanien, Deutschland, USA, Irak, Dominikanische Republik, Guatemala und El Salvador. Hinzukommt, dass er früher als Ingeneur, heute als Kunstmaler und Schriftsteller arbeitet. Unfassbar was er alles zu erzählen hatte. Beide leben zurzeit in El Salvador und kommen an den meisten Wochenenden hierher um ihr Hotel auf Vordermann zu bringen. 





Montag, 27. April 2015

Lago Atitlán - ein See zum Träumen

Angie und Giallo blieben nur eine Nacht im Surfcamp. Es war Sonntag und am Tag drauf rief wieder die Arbeit. Ich dagegen blieb noch eine weitere Nacht um am nächsten Tag eine Abenteuerfahrt zum zweitgrößsten See Guatemalas zu unternehmen, dem Lago Atitlán. Rafa, der Betreiber des Surfcamps hatte mir eine Wegbeschreibung aufgeschrieben und gemalt, die kein Autor von Lonely Planet hätte besser machen können. "Es ist ganz einfach. Du läufst vom Surfcamp die Straße runter Richtung Fluss. Dort steigst du in eine Lancha (Motorboot) und lässt dich rüber ans andere Ufer fahren. Da kannst du ein Tuc Tuc nehmen und dich bis zur Tankstelle fahren lassen von wo aus die Busse losfahren. Steig in ein Bus Richtung Guatemala-City ein und steig in Siquinalá aus. Hier herrscht ein ziemliches Durcheinander auf den Straßen. Dort fragst du am besten wo die Busse Richtung Lago Atitlán losfahren. Diese Busse fahren nur bis San Lucas Tolimán oder Santiago Atitlán. Um in die schöneren Küstenorte des Sees zu gelangen, musst du dort wieder in eine Lancha steigen." Das klang alles so einfach, dass ich vergessen hatte, ihn zu fragen wie lange ungefähr die komplette Tour dauern würde. In der Tat dauerte sie sehr lange. Siquinalá erreichte ich nach etwa zweieinhalb Stunden. Es war bereits Nachmittag und die Sonne knallte nur so auf mich drauf. Schweißgebadet und mein schweren Rucksack tragend erkundigte ich mich nach den Bussen Richtung Lago Atitlán. "Einfach da vorne an der Ecke warten, da wo so viele Leute rumstehen. Da kommen nach und nach mehrere Busse vorbei. Irgendwann auch einer der zum See fährt.", teilten mir ein paar freundliche Herren mitten auf der Straße mit. Ich lief zu dieser besagten Straßenecke. Dort winkte mich ein Schuhputzer zu sich. "Wo möchtest du hin?", fragte er mich. "Zum Lago Atitlán.", beantwortete ich seine Frage. "Der Bus dürfte gleich kommen. Setz dich doch erstmal!", bot er mir freundlich seinen Hocker an, den er normalerweise für seine Arbeit nutzte. "Du siehst etwas erschöpft aus. Es ist heute aber auch verdammt heiss. Komm, ess erstmal eine Mango!" Lächelnd reichte er mir eine Mango woraufhin ich ihn nach dem Preis fragte. Er winkte nur ab und meinte: "Ach quatsch. Das passt schon." Es ist unglaublich wie freundlich und herzlich die Menschen in diesem Land sind. Diesem Schuhputzer war es anzusehen, dass ihm das Leben nicht viel geschenkt hatte. Dennoch ließ er es sich nicht nehmen, einem Reisenden wie mir behilflich zu sein und etwas Gutes zu tun, wohlgemerkt völlig bedingungslos ohne dafür irgendeine Gegenleistung bekommen zu wollen. 
Knapp zwei Stunden später erreichte ich San Lucas Tolimán, im Südwesten des Lago Atitlán gelegend. Giallo hatte mir empfohlen mich in San Marcos La Laguna nieder zu lassen, da dies ein sehr schöner, eher kleinerer und ruhiger Ort sei, nicht so überfüllt von den großen Touristenströmen. Leider musste meine Ankunft dort noch etwas auf sich warten. In San Lucas Tolimán lief ich nachdem ich aus dem Bus ausstieg die Straße zum Ufer hinunter. Dort stellte ich fest, dass ab halb zwei am Nachmittag keine Lancha mehr fuhr. Also ging ich zurück in den Ortskern und fand einen Pickup-Shuttle (einer bei der man als Passagier auf der Ladefläche steht), der mich bis nach Santiago Atitlán fahren sollte. Von dort aus konnte ich eine Lancha nach San Pedro La Laguna und dann wiederum eine weitere nach San Marcos La Laguna nehmen. 
Knapp sieben Stunden nachdem ich mich am Surfcamp verabschiedet hatte, kam ich bei Anbruch der Dämmerung, etwas kaputt aber voll mit Glücksgefühlen im Bauch über die erlebte Tour, in meinem Hostel in San Marcos an. 

Giallo hatte nicht zuviel versprochen. San Marcos war wirklich ein sehr schöner Ort. Gleich hinter der Anlegestelle verlaufen schmale, rein für Fussgänger geeignete Gassen, hinauf zum Ort. Auch im Ortskern selber sind Fahrzeuge eher selten zu sehen und das Leben scheint hier seinen stillen gewohnten Gang wie vor vielen Jahren zu gehen. Viele Besucher von San Marcos schwören darauf, dass der Ort eine heilige Wirkung und Energie hat, weshalb auch viele Unterkünfte Massagen und andere Spa-Anwendungen anbieten. Am Ufer geniesst man einen herrlichen Blick auf den Lago Atitlán und im Hintergrund zwei der drei Volkane, die um den See herum stolz zum Himmel hinauf ragen. Das Wasser vom See fühlte sich so wunderbar frisch an, so dass man am liebsten stundenlang drin schwimmen und baden wollte. An meinem zweiten Tag in San Marcos wagte ich einen Sprung aus ca. acht Meter Höhe von einer Aussichtplatform. Fast unbeschreiblich! Das Eintauchen im Wasser war wie ein Durchstoß in eine grenzenlose Freiheit.


Nach zwei Nächten in San Marcos wechselte ich im wahrsten Sinne des Ortes das Ufer, nach Panajachel. Pana, wie es von Guatemalteken genannt wird, ist der größte Ort am Lago Atitlán und gleichzeitig der touristisch wichtigste. Ich hatte viel über diesen Ort vorher gehört, vor allem er sei laut, chaotisch, zugebaut und viel zu voll mit Touris. Mir gefiel Pana trotzdem. Es bildete den idealen Gegensatz zum esoterischen angehauchten San Marcos. Auf den Straßen war buntes Treiben zu sehen und zu hören. Auf der bekannten Calle Santander werden neben Bars und Reisebüros die größte Auswahl an Artesanías (Handswerkswaren) im ganzen Land angeboten. Das Ufer, bei weitem nicht so schön und ruhig wie in San Marcos, ist fast in kompletten Händen der Gastronomie. Durch die Lage im Osten des Sees, geniesst man hier einen super schönen Blick auf den Sonnenuntergang. 


Nach vier Tagen voller schöner Träume am Lago Atitlán, trat ich die Rückfahrt nach Antigua an. Giallo hatte Geburtstag und Angie hatte eine Überraschungsparty in ihrem Restaurant geplant und bat mich unbedingt auch dabei zu sein. Dies wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Es wurden tatsächlich noch ein paar Tage mehr in Antigua. Grund war, dass es wieder Wochenende war und es wieder Zeit zum feiern war. 

Montag, 20. April 2015

Antigua - ein Wiedersehen mit einem alten Freund

Die Nachtfahrt von Flores nach Ciudad de Guatemala (Guatemala-Stadt) in einem 2.Klasse-Bus hatte ich unbeschadet überstanden. Mein Ziel war allerdings (noch) nicht die Hauptstadt des Landes, sondern das eine Stunde weiter entfernte Antigua. Der freundliche Verkäufer im Reisebüro in Flores hatte mir das Ticket bis nach Antigua verkauft und mir gesagt, dass jemand am Busterminal in Guatemala-Stadt mit einem Namensschild auf mich warten würde um mich mit einem Minivan weiter nach Antigua zu bringen. Dies war leider nicht der Fall. Und leider fuhren von dem besagten Busterminal zwar Busse in alle Richtungen, nur nicht nach Antigua. Einer der anwesenden Busfahrer bot mir an, mich auf seiner Fahrt mitzunehmen und mich an der Zwischenstation, also einem anderen kleineren Busterminal im Stadtzentrum rauszulassen. "Dort fahren zwar eigentlich auch keine Busse nach Antigua ab, aber vielleicht steht ja dort der Minivanfahrer, der dich mitnehmen soll. Falls nicht, kannst du in der Nähe dieses Busterminals in einen der sogenannten Chickenbuses einsteigen, die nach Antigua fahren." Genau dies sollte sich auch bewahrheiten. Ich erreichte Antigua um ca. neun Uhr morgens. Meine Bleibe hier war das Gästezimmer im Haus von Jean-Marc, meinem besten Freund aus meinen ganz jungen Jahren als ich noch in meinem Geburtsland Peru lebte. 
Von einem Café aus informierte ich über Whatsapp Jean-Marc, dass ich angekommen war und kurz darauf holte er mich mit dem Auto ab. Jean-Marc, der mit Spitznamen Giallo genannt wird, ist in Guatemala geboren, lebte aber lange Zeit mit seiner Familie im Ausland, zeitweise auch mal in Deutschland. Vor ein paar Jahren zog es ihn wieder zurück in sein Geburtsland. Das letzte Mal sahen wir uns vor zwei Jahren in München, als er ein paar Tage geschäftlich in der Stadt war. Zur Zeit ist er sehr beschäftigt mit einem Unternehmen, was er sich mit seinem Vater zusammen neu aufbaut. Nach dem Beispiel von Jochen Schweitzer, der im Übrigen ein guter Freund von beiden ist, soll in möglichst naher Zukunft ein großer Dienstleister für Vermarktungen für Erlebnisse jeder Art entstehen - und das in ganz Lateinamerika für Lateinamerikaner. "Wir sind noch in der Anfangsphase, aber wenn wir die nächsten Monate hart arbeiten, dann kann hier wirklich was ganz großes entstehen. Leider ist es nicht ganz so leicht, gutes und professionelles Personal zu finden.", erzählte er mir. Ich nickte nur verständnisvoll und ahnte nicht was noch kommen würde. "Du arbeitest doch seit Jahren in der Touristik und wie du erzählt hast die meiste Zeit als Produkteinkäufer. Könntest du nicht, während du hier bist, einen Vortrag an mich und meine Mitarbeiter aus der Sales-Abteilung halten? Deine Erfahrung und Ratschläge wären für uns echt Gold wert." Auf diese Frage musste ich erstmal schlucken." Ich weiß, du bist eigentlich auf einer langen Reise und arbeiten ist eher nicht dein Ziel, aber du würdest uns einen riesen Gefallen damit tun und ich ich weiß wir können eine Menge von dir lernen." Ich sagte nach kurzer Überlegung zu und bereitete während meines Aufenthalts in Antigua eine Präsentation vor. 


Ansonsten genoss ich Antigua (kompletter Name "La Antigua Guatemala") in vollem Maße. Die koloniale Kleinstadt mit nur knapp 35.000 Einwohnern hat seinen ganz eigenen Flair. Von 1543 bis 1773 war Antigua Hauptadt des spanischen Kolonialgebietes Zentralamerikas. Heute ist sie die Touristenattraktion Guatemalas schlechthin. Vor allen an Wochenenden zieht es zahlreiche Guatemalteken aus anderen Teilen des Landes hierher. Entsprechend ist die Gastronomie hier auf fast jeden Geschmack vorbereitet. Guatemaltekisch, Mexikanisch, Argentinisch, Peruanisch, Französich, Deutsch, Thailändisch ... hier gibt es fast alles. Eines der vielen Restaurants gehört Angie, die Freundin von Giallo. Angie kommt ursprüglich aus Argentinien, hat sich aber vor Jahren in Antigua verliebt und sich somit hier fest gebissen. Ihr Restaurant mit dem Namen "Angie Angie" ist sehr gemütlich und künstlerisch eingerichtet und hat einen schönen Innenhof mit einer Lagerfeuerstelle. Falls einer mal hier her reisen sollte, empfehle ich hier unbedingt mal Abends essen zu gehen. 
Bemerkenswert ist die sichtbare Umgebung von Antigua. Drei Vulkane, wovon einer sogar noch aktiv ist, lassen sich von der Innenstadt aus genüsslich beobachten. Ansonsten empfand ich die Atmosphäre und die Freundlichkeit der Menschen hier besonders einzigartig. Es kam nicht selten vor, dass jemand wildfremdes auf der Straße mich einfach mal mit Handschlag begrüsste und dies völlig bedingunglos tat. Überhaupt hatte ich kaum das Gefühl in einer Touristenstadt zu sein, obwohl es allein durch die vielen Sprachschulen hier eine Menge internationales Publikum gibt. 


An meinem vierten Tag in Antigua machte ich mein Versprechen war und hielt eine Präsentation vor Giallo, seinem Vater und deren Mitarbeitern. Allen hatte es sehr gut gefallen und Giallo bedankte sich anschließend mit einem weiteren Abendessen in Angie's Restaurant. Doch der Abend ging noch lang. Es ging nach dem Abendessen noch nebenan ins "Café No Sé", welches beliebt bei Einheimischen und Besuchern zugleich ist. Hier muss man Seh- und Stehvermögen beweisen. Die einzigen Beleuchtungen sind nämlich Kerzen. Extrem gut gelaunt ging es spät nach Mitternacht irgendwann nach Hause. Ein paar Stunden Schlaf wollten wir uns noch gönnen bevor es am Morgen Richtung Strand gehen sollte. Irgendwie ist es doch immer so während des Reisens. Wenn man am nächsten Tag ausschlafen kann, geht man früh ins Bett. Jedoch, wenn man für den nächsten Tag einen Ausflug oder eine Weiterfahrt mit frühem Start geplant hat, dann hat man zufälligerweise am Vorabend irgend einen Grund gefunden zu feiern. 
Noch etwas verschlafen, stiegen Angie, Giallo und ich ins Auto ein und holten noch Bob ab. Bob kommt aus den USA und besucht gerade seine Schwester, die ebenfalls vor Jahren Antigua zu ihrem Lieblingsort erklärt hat und geblieben ist. Unser Ziel war Sipacate an der Pazifikküste, dem Surferparadies Guatemalas. Giallo kommt mindestens die Hälfte aller Wochenenden im Jahr hierher um seiner Leidenschaft, dem Surfen, nachzugehen. Fast immer bleibt er im "Surfcamp El Paredon", einem kleinen rustikalen Paradies direkt am Strand. Die Bedingungen zum Surfen waren jedoch etwas unoptimal dieses Wochenende, so dass Giallo weder surfte, es noch für mich sinnvoll gewesen wäre eine Surfstunde zu nehmen. Also taten wir das, was man im Surfcamp am besten tun kann, sich bedingungslos entspannen. Noch nicht mal WLan gab es hier, einfach nur herrlich!